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VÖMR - www.patrouille.org

Beschreibung

Bei der Internationalen Österreich Patrouille handelt es sich um eine Aufklärungsübung in "feindbesetztem" Territorium (feindliche Gegenjagdkräfte) teils bei Tag, teils bei Nacht in schwierigem und teils auch gebirgigem Gelände. Die wettkampfmäßige Vergleichs-möglichkeit sowie die Vertiefung der freundschaftlichen Beziehungen von Soldaten auf internationaler Ebene ist dabei besonders wertvoll.

Aufgabenbereiche

Stationsbetrieb:

  • Präzisionsschießen im scharfen Schuß mit dem österreich-ischen Sturmgewehr StG77 bzw. mit der Pistole P80.
  • Verhalten in einem Minenfeld
  • Sanitätsaufgabe
  • Handgranatenwurf
  • Bewältigen einer Kampfbahn (search and rescue)

    Aufklärungspatrouille:

  • Geländeerkundung
  • Erkennen von fremden Waffen und Geräten
  • Erkennen von gesicherten feindlichen Stellungen
  • Ausarbeiten eines schriftlichen Aufklärungsberichtes
  • mündlicher Lagebericht

Teilnehmer

Teilnahmeberechtigt sind Mannschaften, die aus Soldaten des Präsenz- und Milizstandes bestehen. Zusätzlich wurden 30 ausländische Armeen eingeladen, Mannschaften zu entsenden. In erster Linie handelt es sich dabei um Soldaten der Mitgliedsstaaten von PfP (Partnership for Peace).

Mannschaft

Eine Mannschaft setzt sich aus 4 Mann zusammen, wobei der Kommandant einer Mannschaft Offizier oder Unteroffizier sein muß. Für den Rest der Mannschaft sind alle Dienstgrade zugelassen.

Geschichte

1986 war Oberst Koska Teilnehmer an einer Aufklärungsübung in den Ardennen in Luxemburg, 1987 Delegationsleiter eines österr. Teams. Inspiriert durch diese Erlebnisse wollte Oberst Koska eine Aufklärungsübung als Wettkampf in Österreich organisieren.

Nach einer Vorsprache beim damaligen Armeekommandanten General Philipp, der die Idee für gut erachtete, bekam Brigadier Vogel, als Leiter der Abteilung Ausbildungsangelegenheiten den Auftrag, die Idee mit Oberst Koska umzusetzen. Oberst Zach von der Fernmeldetruppenschule wurde für die fernmeldemäßige Abdeckung hinzugezogen. Es war dabei immerhin ein Gebiet von 30x15 km zu bewältigen. Eine geeignete Aufgabe für eine Abschlußübung des FMUO-Lehrganges.

Die 1. Internationale Wienerwald Patrouille wurde schließlich 1989 mit dem LWSR 37 in WIENER NEUSTADT als Partner organisiert und durchgeführt. Die Feinddarstellung übernahmen LWSR 34, LWSR 35 und das PzB 1 sowie eine Kompanie des Gardebataillons. Diese Konstellation blieb 5 Jahre bestehen. Bereits im ersten Jahr 1989 nahmen 48 Mannschaften aus 7 Nationen teil. Die Teilnehmerzahl steigerte sich dann auf 64 Teams aus 11 Nationen.

Nach 5 Jahren war der südliche Wienerwald als Übungsgelände ausgereizt und man übersiedelte für drei Jahre zum LWSR 54, später JgR 5, nach STRASS. Das 7-Grabenland in der Südsteiermark war ein ideales Gelände. Mit der Unterstützung dieses Verbandes unter Oberst PUNTIGAM erreichte der Wettkampf, der nunmehr auf den Name Internationale Österreich Patrouille hörte, mit der Teilnahme von 83 Mannschaften den zahlenmäßigen Höhepunkt. Auch der internationale Bekanntheitsgrad der Übung stieg enorm.

Im Jahre 1997 erfolgte erneut ein Geländewechsel und damit auch ein Wechsel des unterstützenden Verbandes. Das JgR 4 übernahm diese Aufgabe. Der Raum FREISTADT erlaubte wieder neue Ideen in der Durchführung. 1999 war dann das JgB 15 der 6. JgBrig mit dem besonders engagierten Kdt Obstlt MAUN ein hervorragender Partner. Immer wieder meldeten sich Teilnehmer zusätzlicher Nationen.

1999 gelang es, erstmalig in Europa, einen solchen Wettkampf grenzüberschreitend (über eine Staatsgrenze hinweg), in diesem Fall TSCHECHIEN, durchzuführen. Die tschechischen Behörden, besonders die Armee, erwiesen sich als hervorragende Partner. Das Echo, auch in der internationalen Presse, war entsprechend groß. Ein Hauch von einem vereinten Europa war zu spüren.

Im Jahr 2000 war der Austragungsort im Raum KIRCHDORF, wieder mit dem JgB 15 der 6. JgBrig und es erwies sich wieder als sinnvoll den Austragungsort zu wechseln. In den Jahren 2001 und 2003 fand die Internationale Österreich Patrouille im Raum LIENZ beim JgB 24 statt. Dadurch, dass das JgB 24 für die Infrastruktur und die Logistik sorgt und über einen Anteil von ausgebildeten Hochalpinisten verfügt, konnte einerseits der Aufgabenkatalog für die Wettkämpfer erweitert werden und andererseits kann sich das JgB 15 ausschließlich auf die Feinddarstellung bei der Nachtaufklärung konzentrieren.

Bisher haben in den letzten 16 Jahren insgesamt 28 Nationen an diesem Wettkampf teilgenommen. In den letzten Jahren kam es immer wieder vor, dass eine Nation im letzten Augenblick ihre Zusage zurückziehen mußte, weil die Soldaten, die an der Übung teilnehmen sollten, in den Realeinsatz mußten.

Sowohl die internationale Kooperation, sowie die Aufgabenbereiche, die sich auch an den Anforderungen multinationaler Einsätze für friedenserhaltende Maßnahmen orientieren, beweisen die Sinnhaftigkeit dieser Veranstaltung. Andererseits können sich die österreichischen Soldaten, die als Feinddarsteller agieren, bestens auf ihren Einsatz an der Staatsgrenze gegen illegale Grenzgänger vorbereiten.

Bisher konnten sich folgende Nationen in die Siegerliste eintragen:
Großbritannien (2x), Deutschland (3x), Slowakei (4x), Österreich (6x).

Grundsätzlich kann sich jedes Team, das diesen Wettkampf besteht, als Sieger bezeichnen. Man sieht aber auch, dass die österreichischen Soldaten an Können denen anderer Armeen in nichts nachstehen.

 

 

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Erste Hilfe für einen verwundeten Kameraden - Fachkenntnis ist gefragt!

 

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Der Kletterturm - für Manche ein unüberwindbares Hindernis.

 

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Team-Besprechung vor dem Abmarsch zum Aufklärungsziel.

 


Ein Kriechhindernis auf Zeit zu bewältigen.

 


Retten und Bergen - einen Zivilisten aus der Gefahrenzone bergen.

 


Sichern des Teams bei San Tätigkeiten.

 


Die Siegerehrung - ein unvergesslicher Augenblick.

 

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Abschlussfeier nach der Siegerehrung.

 
 
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